Ortschaft Westfeld

Der Name des Ortsteiles Westfeld heißt in den ältesten Nachrichten "Uuetvelde" auch "Wesevelde", so daß er wohl "weißes Feld" bedeutet. Nach den Überlieferungen des Klosters Corvey erhielt dieses im 9. Jahrhundert in "Westfelde im Flenithigau" eine Hufe. Auch das Kloster Fulda scheint hier 1170 begütert gewesen zu sein. Im Jahr 1282 wird unter dem Vermögen des Johannesstifts in Hildesheim eine Hufe in "Westvelde" genannt. 1310 findet ein Tausch in Westfeld zwischen dem Moritzstift und dem Kloster Lamspringe statt.

Die Gründung der Schule geschah 1700. Vorher gingen die Kinder nach Wrisbergholzen. Ein Schulhaus ist aber erst 1828 gebaut worden.

Die Geschichte der katholischen Kirche reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. 1693 kaufte der Domherr Oberjägermeister Franz Diedrich Beißel von Gymnich von dem katholischen Gografen und Forstschreiber in Westfeld dessen auf dem "Schattenberge" gelegenen Kothof und richtete hier eine Kapelle ein. Streitigkeiten gab es hiernach über viele Jahrhunderte zwischen den Lutherischen und Katholischen. Als die Katholiken mit dem Bau einer eigenen Kirche begannen, sollten die Bauarbeiten nach einer Entscheidung des kaiserlichen Kammergerichts eingestellt werden, weil der Bau gegen den westfälischen Frieden verstieß. Aber man vollendete die Kirche und durch den Rezeß von 1711 durfte die katholische Kirche schließlich in Westfeld bestehen bleiben.

Der geschichtsträchtigste Ort der Gemeinde ist sicherlich  Wrisbergholzen, seit der Gebiets- und Verwaltungsreform - Ortsteil der Gemeinde Westfeld. Der Name des zuerst um 1019 erwähnten Ortes war noch bis ins 16. Jahrhundert "Thiderikes Holzhusen". Das heutige Schloß Wrisbergholzen stammt aus dem Jahr 1740 bis 1745. Im linken Seitenflügel des Schlosses liegt die berühmte Fliesenstube von 1752, deren Wände ganz mit ca. 680 "Spruchfliesen" (in italienischer, französischer und lateinischer Sprache) aus der ehemaligen gräflichen Fayencefabrik in Wrisbergholzen bedeckt sind. Diese Fayencefabrik ist 1735 angelegt und die älteste in Nordwestdeutschland. Jedoch genügte die Wrisbergholzer Erde nicht. Sie wurde mit einer guten Tonerde aus Elbingerode gemischt. Die Fabrik bestand 98 Jahre (bis 1834).

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